Deeskalation in der Pflege – sicher und professionell handeln
Inhouse | Präsenz oder online | 4-8 FE | für Pflege und Betreuung
„Zwischen Konflikt und Eskalation – Deeskalation in der Pflege“
Wenn Anspannung zunimmt und eine Situation zu eskalieren droht, reicht theoretisches Wissen über Kommunikation häufig nicht aus. Mitarbeitende müssen gleichzeitig die Situation beobachten, die eigene Stressreaktion regulieren, Sicherheit berücksichtigen und mit ihrem Gegenüber in Kontakt bleiben.
Die Fortbildung konzentriert sich deshalb auf das konkrete Handeln in angespannten Situationen. Es geht nicht um ein starres Deeskalationsrezept. Unterschiedliche Menschen und Situationen benötigen unterschiedliche Zugänge. Entscheidend ist, die Wirkung des eigenen Handelns wahrzunehmen, Handlungsmöglichkeiten zu wechseln und gleichzeitig die eigenen Grenzen sowie die Sicherheit aller Beteiligten im Blick zu behalten. Damit wird der bisherige Schwerpunkt „Umgang mit Gewalt in Pflegebeziehungen“ stärker auf die eigentliche Deeskalationsarbeit zugespitzt.
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Schwerpunkte
- Anspannung und Eskalationsentwicklung früh erkennen
- Eigene Stressreaktionen und Handlungstendenzen wahrnehmen
- Verbale und nonverbale Deeskalation situationsbezogen einsetzen
- Sicherheit, Distanz und professionelle Grenzen berücksichtigen
- Eskalationen nachbereiten und gemeinsam daraus lernen
Ziele
Die Teilnehmenden lernen, zunehmende Anspannung frühzeitig wahrzunehmen und die eigene Reaktion in belastenden Situationen bewusster zu steuern. Sie erweitern ihr kommunikatives und situatives Handlungsrepertoire und setzen unterschiedliche deeskalierende Zugänge situationsbezogen ein. Dabei berücksichtigen sie Sicherheit, Distanz und professionelle Grenzen. Ziel ist es, auch unter Stress möglichst handlungsfähig zu bleiben und Eskalationen im Team so nachzubereiten, dass daraus gemeinsames Lernen entstehen kann.
Methoden
Vermittlung von Informationen, Diskussion, Moderation, Erfahrungsaustausch, Gruppen- und Paararbeiten, Praxisfallarbeit, Fallbesprechung, Selbstreflektion
Dauer
Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)
Hinweis
Die Fortbildungen zu Gewalt, Deeskalation sowie Selbst- und Fremdgefährdung bauen fachlich und methodisch aufeinander auf, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Die jeweilige Ausgangsfrage bestimmt den passenden fachlichen Zugang. Im Spiralcurriculum sind die Module nach Kompetenzstufen eingeordnet und aufeinander abgestimmt.
Module nach Kompetenzstufen