Bewusst, kritisch hinterfragter Umgang mit Psychopharmaka in der gerontopsychiatrischen Pflege
Inhouse | Präsenz oder online | 4-8 FE | für Pflege
„Psychopharmaka zwischen therapeutischer Hilfe und Freiheitsentzug“
Psychopharmaka können bei Menschen mit Demenz notwendig und hilfreich sein. Problematisch wird es, wenn unspezifische Begriffe wie „Unruhe“, hoher Handlungsdruck oder belastende Versorgungssituationen zu einer schnellen oder dauerhaften Sedierung führen.
Die Fortbildung vermittelt einen praxisnahen und reflektierten Umgang mit Psychopharmaka. Im Mittelpunkt stehen die konkrete Beschreibung von Zielsymptomen, mögliche Ursachen, Leidensdruck, Wirkung und Nebenwirkungen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Bedarfsmedikation. Gleichzeitig werden die Belastungen der Pflegenden, nichtmedikamentöse Möglichkeiten, die Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzt:innen und das Thema Deprescribing – Reduktion und Ausschleichen – einbezogen.
Ihre nächsten Schritte
Angebot anfragen
unverbindliches Angebot
Angebot anfragen
Beschreibung
Beschreibung Herunterladen
herunterladen
Alle Fortbildungen
Übersicht aller Fortbildungen
zur Übersicht
Unser Angebot
Katalog Herunterladen
herunterladen
Schwerpunkte
- Psychische und Verhaltenssymptome bei Demenz verstehen
- Vom Begriff „Unruhe“ zum konkreten Zielsymptom
- Ursachen, Leidensdruck und Gefährdung einschätzen
- Wirkung, Nebenwirkungen und Risiken von Psychopharmaka
- Bedarfsmedikation und pflegefachliche Verantwortung
- Nichtmedikamentöse Möglichkeiten und reale Umsetzbarkeit
- Belastung und Überforderung der Pflegenden reflektieren
- Recht und Ethik – Freiheitsentziehende Maßnahmen
- 12 Regeln für den Einsatz von Psychopharmaka
- Zusammenarbeit mit Neurologie, Psychiatrie und Hausarzt
- Deprescribing: Reduktion und Ausschleichen
- Fallarbeit und Praxistransfer
Ziel
Die Teilnehmenden entwickeln einen bewussten und differenzierten Umgang mit Psychopharmaka bei Menschen mit Demenz. Sie können Zielsymptome genauer beschreiben, Wirkung und Nebenwirkungen gezielt beobachten und ihre pflegefachlichen Beobachtungen sicher in die Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzt:innen einbringen.
Gleichzeitig reflektieren sie eigene Belastungsgrenzen und strukturelle Rahmenbedingungen, ohne diese zur Indikation für Psychopharmaka werden zu lassen.
Methoden
Interaktiver Vortrag, Diskussion, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeit, Praxisfallarbeit, Reflexion und Arbeit mit der LICHTBLICKE-DEMENZSTRATEGIE®-Praxishilfe.
Dauer
Empfohlen 8 FE (1 FE á 45 Min) z. B. 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr (inkl. Pausenzeiten 90 Min)